In der Nacht

von ThorAlt

Deutschland im Frühling 2018 ca 3Uhr morgens..

Die Nacht,  mehr als nur „kein Tageslicht“. Für mich hat Sie schon immer etwas magisches, die meisten Menschen schlafen in Ihren Betten, ich genieße die Ruhe und kann in der Zeit ein wenig recherchieren und lesen, obwohl auch ich längst schlafen sollte. Verdammter Wecker.. Doch wie in so vielen Nächten möchte ich mir den Luxus gönnen, mich selbst zu informieren, die kostbare Zeit nutzen, mir meine eigenen Gedanken über das Geschehene zu machen, die Masse an Information und Desinformation die es zu verarbeiten gilt, scheint Woche für Woche stetig anzusteigen. Es prasseln jede Stunde unzählige „News“ auf uns ein, jede zu Ihrem Zweck geschrieben.  Freie Journalismus und objektiv-neutrale Berichterstattung hat seltenheitswert, ist es heute doch mehr denn je, ein Krieg um die Köpfe.

Ein Krieg der in jedem von uns toben soll ; Spaltung unter den Menschen und vor allem Spaltung in Ihnen Selbst. Die Federn der Presse sind statt mit Wahrheit, mit Angst gefüllt, die damit vergifteten Gedanken tragen bereits Früchte, die Saat der Zwietracht geht voll auf. Ein Schauspiel reinen Irrsinns, sich täglich steigernd in übertrumpfend in seiner Idiotie , Untragbar, Unwürdig in allen Belangen, die Politik gesteuert, nur noch durch Gier und Geld..  „Als ob Ihre eigentlichen Herren sie noch kennen würden, sobald sie nicht mehr nützlich sind.  Mir will es nicht in den Kopf. Nicht gestern, noch heute Nacht.“ Dennnoch werde ich täglich gelassener, denn auf jede Nacht, wie dunkel sie auch sein mag, folgt wieder ein weiterer Tag und alles dunkle wird weichen.  Langsam beginne ich hinter die Fassaden zu blicken und zu verstehen. Verwebe die einzelnen Fäden und mit jedem Tag lichtet sich der Schleier mehr. Ich suche antworten, oftmals genau jene, deren Fragen schon lange niemand mehr stellt.

Wir könnten so vieles, wenn wir denn nur wollten.. Alles zum besseren drehen im  Bruchteil einer Sekunde. Den Hunger in einer Woche von unserem Planeten verbannen, weltweite Wasserversorgung wäre eigentlich kein Probem mehr, die Technik ist vorhanden.

Aber vielleicht sollten wir uns eher mit unserem direkten Umfeld befassen, dort haben wir Ansatzpunkte. Die drängende Frage nach einer positiven Zukunftsperspektive wird von den meisten Menschen schlicht mit einem Schulterzucken beantwortet.

Doch machen wir ein Gedankenspiel. Ab morgen kann aus technischen Gründen und für längere Zeit, kein TV Programm mehr gesendet werden, das Radio verstummt.

Was würde passieren ?!

Anfangs werden sich die Leute langweilen, spätestens nach ein paar Tagen, fangen sie an sich mit Ihrem Umfeld zu beschäftigen, mit den Nachbarn zu reden, sie beschäftigen sich mit Dingen die sie mögen oder evtl. grade neu entdecken. Mit der Zeit wird sich auch immer mehr ein anderes Bild der Realität einstellen, nicht eins das uns über die Medien eingetrichtert wird, sondern aus dem heraus was wir selbst erleben. Als erstes fällt wohl die kollektive Angst, man hat bemerkt das man Nachbarn hat die die selben Wünsche und Sorgen haben und organisiert sich vielleicht schon bereits. Die Ernährung würde sich vermutlich auch stark verbessern, da aufgrund der fehlenden Werbung eher wieder gekauft wird, was regional und lecker ist.

Einige beginnen Bücher zu lesen, es wird Ihnen vieles klar, wenn man sich Zeit nimmt, die Perspektive zu wechseln, kommt man in die nähe der Wahrheit , es gilt möglichst viele Sichtweisen miteinzubeziehen .  Will man all dies selbst nicht, sollte man nicht urteilen über die jenigen die es trotzdem tun.

Heute wird mit Worten wie Hass, Rassismus und Nazi inflationär und ziellos umhergeworfen. Alles wird reduziert und vereinfacht bis zur unkenntlichkeit, aber für viele unserer heutigen Probleme ist komplexität unbedingte notwendig um Lösungen zu finden oder zu Neue zu erschaffen.

Es geht eben nicht alles wie in unseren Medien propagiert um Rassismus oder Hass, Nicht jede kritische Stimme ist ein Nazi und hätte Millionen an Menschen ermordet. Darauf werden heute alle reduziert die man mundtot machen und untätig halten will.

Aber ist kritik denn so unbegründet ? Nehmen wir unser Sozial und Rentensystem und nehmen wir als erstes Beispiel einen 45 Jährigen Handwerker mit 2500€ brutto bzw. 1600€ netto / mtl.  ländliche Wohngegend, unterer Mittelstand, und sehen uns seine Situation aus seinen Augen an.

Er hat die letzten 25-28 Jahre gearbeitet und nun seine Arbeit verloren, seine ehemaliger Arbeitgeber hat seinen ehemaligen Arbeitsplatz und den seiner 120 Kollegen, grade mit der neusten Hightec Anlage versehen, nun läuft alles Computergesteuert und es sind nur noch 2 ingenieure und 4 Techniker nötig um die Anlage am laufen zu halten, die Firma wurde vom Wirtschaftsministerium diesbezüglich mit einem Innovationspreis und einem Zuschuss belohnt.

Unser Handwerker meldet dies also nun beim Jobcenter an, in der Hoffnung eine neue, Ihm entsprechende  Beschäftigung zu finden. Dort angekommen wird er Arbeitslosengeld beantragen, das sind ca. 60% vom letzten Netto, also jetzt noch ca. 900€.  Davon geht dann allerdings noch Miete, Nebenkosten und der sonstige Lebensunterhalt ab.

In dem Wissen das dass ALG aber nur max. xxx Monate bezahlt wird, bevor Hartz4 kommt, unterschreibt unser Handwerker natürlich auch die Wiedereingliederungsverbeinbarung und stimmt zu, jeden möglichen Job anzunehmen.

Sobald Hartz 4 greift, geht es ans eingemachte. privates Vermögen, angaben zum Verdienst der Frau , der Kinder, Ex-Partners oder gar Mitbewohners (falls das Jobcenter eine Beziehung vermutet) sind sog. Mitwirkungspflicht…

Werden  evtl. Altersvorsorgen geführt, müssen diese nun aufgebraucht werden, das evtl. eigene Haus oder die Wohnung stehen dann schnell zur Debatte, höchstwahrscheinlich wird unser Handwerker diese nun ersteinmal verkaufem müssen um das Jobcenter zufrieden zu stellen, denn bei Hartz 4 kann ohne Verhandlung und aus reiner Willkür sanktioniert werden, die Leiter bekommen für „eingesparte Leistungen“ sogar recht gute Boni, aber zurück zum Thema.

Unser Handwerker wird zumindest einmal umziehen müssen, sofern die Wohnung nicht schon immer, sehr beengt war.  Hier gibt es einige Fälle in denen Hartz 4 Empfänger umziehen mussten wegen 5 m² Wohnfläche zuviel, der Schnitt der Wohnung spielt dabei nicht mal eine Rolle. Nun denn, nach erfolglosen 150 Bewerbungen und zahllosen Trainings, wie man sich denn bewerbe, bleiben Ihm 2 Möglichkeiten.

1. das Jobcenter wird versuchen diesen Mann mit aller Gewalt in irgendeine Arbeit zu bringen, auch wenn diese so schlecht bezahlt ist, das er den Hartz 4 Satz immer noch nicht übersteigt, bei Weigerung wird sanktioniert um 30%, ist der Sklave dann immer noch nicht hörig, gehts auf 60% und 100% nach oben.

Ein Richter dürfte soetwas garnicht als Urteil ausspechen, denn 100% Sanktion bedeutet, keine Miete, kein Essen, keine Krankenversicherung wird bezahlt. Theoretisch könnte uns das allen innerhalb von 18 Monaten passieren.. So weit von dem Punkt entfernt, sind wir also alle nicht.

Unser Handwerker jedenfalls findet keinen neuen Job, denn er ist zu alt ! Das hat ihm auch schon der Fallmanager im Jobcenter immer und immer wieder gesagt, auf der anderen Seite liest er in Presse oder sieht im TV die Forderung unsere Politkaste „Rente mit 70“ aktuell gefordert 73, was einer drastischen kürzung gleichkommt, während gleichzeitig überall Fachkräftemangel propagiert wird.

Warum sollte die Rente auch gekürzt werden, wie wäre es stattdessen die zweckfremde entnahmen aus dem Rententopf und Sozialsysteme wieder zurück zu legen ? Das dürfte die letzten paar jahrzehnte minimum 500Milliarden Euro sein, plus Zinsen.  Was sollte also unser Handwerker noch machen, sich den etablierten Parteien zuwenden kann er garnicht, da ist die letzten 20 Jahre nichts gutes passiert für Ihn.

Wir haben Probleme in jedem Bereich, in den Schulen brauchen Kinder immer mehr Drogen (Ritalin) damit sie den täglichen Unterricht überstehen, während die Lehrer Psychopharmaka bekommen um den selben Schultag zu überstehen ?! Wieso bemerkt eigentlich niemand das es hier höchstwahrscheinlich nicht an den Kindern oder den Pädagogen liegt ?! Wir beschleunigen unser Leben bis zum ausbrennen und verlangen von unseren Kindern schneller zu sein. Wir zerstören alles was wir haben unsere Zukunft.

Kliniken werden geschlossen, obwohl überall Bettenmangel herrscht, wer kam überhaupt auf die Idee, den Gesundheitssektor als Kapitalanlage zu verscherbeln. Damit stiegen die Kosten, denn der Patient hat wirtschaftlich brauchbar krank zu sein. Das Personal wird schon lange minimiert und ausgebeutet, dabei leistet eine Krankenschwester / Krankenpfleger wohl mehr als der komplette Bundestag zusammen.

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