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12. September 2015

Die Angst als Betriebssystem

von ThorAlt

Nach einiger Zeit, in der es auf diesem Blog recht still war, melde ich mich mal wieder zu Wort. In den letzten Monaten ist viel geschehen, sei es in Deutschland, auf dem ganzen Planeten und auch in mir selbst. Das dieser Blog nicht die Welt verändern wird, war von Anfang an klar, er ist dazu gedacht die unterschiedlichsten Themen zu behandeln, die unserer Meinung nach im Mainstream zu kurz kommen oder schlichtweg gelogen sind. Er dient auch zum eigenen lernen, denn was ich geschrieben habe und auch jemand anderer verstanden hat, das ist nicht mehr Glauben, sondern Wissen. Was noch lange nicht heissen soll, das alles so richtig ist. Es ist der momentane Stand meines Wissens und meiner Überzeugung und ich bin gerne bereit, mich von einer anderen Meinung überzeugen zu lassen, sofern ich alle nötigen Informationen bekomme und es schlüssig für mich ist. Was das Schreiben betrifft, weiß ich zur Zeit gar nicht wo ich überall ansetzen soll, es ist so wahnsinnig viel an Informationen und Manipulation, die heute täglich reinkommt, da ist das einsortieren, verarbeiten bzw. nachzrecherchieren ziemlich schwer geworden. Da sich auch die Frequenz der Information sehr beschleunigt hat, nimmt leider die Qualität der verfügbaren Infos drastisch ab. Differenzieren und Neutralität sind aber Elementar, um einen objektiven Blick auf die Dinge zu bekommen.

Die Frage heute ist also, was ist noch Wahrheit..?!

Wahr ist, wir werden manipuliert. Überall und immer. Auch jeder von uns tut das unbewusst. Wir wollen manipuliert werden und manipulieren uns selbst, z.b. durch Verdrängen von Tatsachen (Das will ich gar nicht wissen).

Sprache und Bilder haben eine enorme Auswirkung auf uns, daher wird genau da sehr viel gefälscht oder verfälscht.

Wir werden von Politik, Medien belogen und unwissend über die Zusammenhänge gehalten, damit Konzerne (Rüstung Pharma, Chemie, Lebensmittel), Banken und ein paar reiche Geldsäcke weiter am Ball bleiben. Uns wird ausschliesslich nur das also Information serviert, was wir wissen sollen und gleichmit die Art, wie wir darüber zu denken haben.

Um das zu können werden wir komplett überwacht.

( Orwell & Machiavelli lassen grüßen).

Ich lebe nun schon ein paar Jahre ohne Fernseher und gut 3 Jahre ohne Smartphone. Alleine das gibt einem schon viel Zeit für sinnvolles zurück, Zeit für direkte Unterhaltungen, Zeit zum Bücher lesen oder um Vorträge anzusehen, aber zuerst braucht man die Zeit dazu wieder eigene Ideen zu entwickeln, sich eigene Meinungen zu bilden und daraus Schlüsse zu ziehen. Denn Fatal ist, zu denken wir würden WISSEN, wir wissen heute aber gar nicht, wir GLAUBEN nur und das ohne Selbst je nachgeprüft zu haben, dabei ist das im Internetzeitalter sehr einfach geworden.

<Der Typ im weissen Kittel sagt ich hab Krankheit X und muß jetzt Giftmüll Y nehmen um Gesund zu werden> ; ; < Aber Lehrer/Prof/Dr/Chef/Eltern habens gesagt>

Und was tun wir, wir glauben Ihnen selbstverständlich, dabei ist niemand allwissend oder unfehlbar. Was hindert uns daran uns selbst Wissen anzueignen, es hat nur Vorteile. Nun wird sich so mancher denken..“Hey ich hab doch Ideen und ne Meinung“..

Das stimmt soweit, aber sind es auch Deine Eigenen oder nur erlernte und kopierte Systeme ? Gibt es nicht noch mehr Sichtweisen als diese eine ? Und ist meine Meinung zu etwas vielleicht völlig anders, wenn ich mehr darüber weiss ?

Wir werden von der Kindheit an darauf trainiert in Konkurrenz zu gehen und das als gutes System anzusehen. Sei besser als der Rest ist das Motto ( Und bist Dus nicht, tu wenigstens so oder Betrüge, Lüge oder Verschweige zumindest, um einen Vorteil zu bekommen, das ist legitim, solange man nicht erwischt wird, aber wenn man reich ist, macht selbst das nichts )

So werden wir also bewertet und bewerten uns selbst, es werden Noten vergeben, im Sport Sieger gekürt, nur der erste zählt, leider hat das ganze einen Haken. Es ist ausser für die, die siegen, ein System der Angst und Benachteiligung. Heute definieren wir uns durch Statussymbole, Rang oder sonst. Materielles, viel davon bemerken wir nicht einmal, wir machen das automatisiert, unbewusst.

Das typische ist : Das ist mein Haus, mein Auto, meine Frau, mein Job etc. Aus jedem Urlaub posten wir unzählige Fotos um anderen zu zeigen das wir nun grade was tolles machen, wir spielen heile Welt. Selbst wenn diese grade zerbricht, halten wir immernoch den Schein aufrecht und verteidigen erbittert eine Illusion.

Und genau das hält uns im Hamsterrad gefangen und die Gesellschaft in Sklaverei. Konkurrenz wird gefördert, das verhindert aber echte Kooperation. Was wäre also für unsere Gesellschaft besser.

Konkurrenz bedeutet Angst und Angst frisst Leben.

Jeder könnte Millionär werden, man muß sich nur anstrengen, alle die das nicht machen sind selbst schuld.. Das ist nur bedingt richtig, denn jeder kann Millionär werden, aber es niemals alle.

Wenn es Millionäre gibt, muß es auch arme Menschen geben..

Das alleine reicht schon um genug Menschen in Armut zu halten und somit auch einen grossen Teil in ständiger Angst vorm unvermeidlichen Abstieg. (Aber darüber hab ich bereits genug geschrieben in anderen Artikeln.)

Aus dieser Angst heraus, die unser Leben überschattet, handeln wir aber. Also handeln wir nie in freier Entscheidung. Viele Menschen arbeiten und das Geld reicht nicht zum überleben, auf der anderen Seite machen die skrupellosesten Banker und die übelsten Konzernechefs, die höchsten Gewinne. Genau hier liegt das Problem.

Man kann nur reich werden, wenn man unsozial und gegen die Gemeinschaft handelt.

Hier hätte ich nun 2 offene Fragen.. Wann ist man reich genug ? Hat reich sein mit Geld zu tun ?

Ich persönlich fühl mich reich. Reich an Leben. Jetzt. Ich habe zwar nicht mehr so viel Geld wie im 60h/Woche Hamsterrad, aber ich habe freie Lebenszeit, die ich mit meinem Sinn füllen kann, ich kann essen und trinken was ich will, bin gesund und habe Freunde. Das bischen weniger Geld fällt kaum auf, ich habe heute völlig andere Prioritäten und brauche daher schonmal viel weniger Zeug.

Auf der anderen Seite, nehme ich für meine Hilfe auch kein Geld mehr an.

Ich möchte nicht auf meinem Totenbett darüber nachdenken müssen, meine gesamte Lebenszeit nur gegen Geld eingetauscht zu haben, oftmals tauscht man Lebenszeit sogar nur dafür, dass der eigene Chef mehr Geld verdient, gedankt wird’s oftmals nicht.

Leistung hat in den meisten Fällen sowieso nichts mehr mit dem Lohn zu tun.. siehe Pflegeberufe, Erzieher, Friseure. Es betrifft nahezu alle Branchen..

Doch jede Krankenschwester wird garantiert mehr leisten, als ein Banker das jemals könnte. Bei den gezahlten Löhnen und den steigenden Kosten kommen die meisten garnicht mehr auf einen grünen Zweig. Wir ackern wie Tiere bis wir umfallen und dazwischen sollen wir möglichst Dinge kaufen die wir nicht brauchen und die Pharma will ja auch noch was an unserer „Gesundheit“ verdienen, aber ich glaub dieses Thema hab ich auch bereits zu genüge behandelt.

All das erzeugt Angst, im weitesten Sinn, und von den Medien wird dann noch der Rest aufrecht erhalten (erfundene Krankheiten, Terror, Kriege, Propaganda, Finanz). Ja sogar vor dem Tod sollen wir uns fürchten. Aber was ist denn Tod.. oder besser was ist denn Leben ? Wie definieren wir, was Leben ist und worin sein Sinn besteht ? Ist der Sinn des Lebens, das selbige in Angst bis zum Tod und darüber hinaus zu haben und im Hamsterrad zum Wohle der selbsternannten Elite zu schuften ?

Ich sage NEIN.. Das Gegenteil von „Leben“ ist nicht der Tod, sondern die Geburt..

Das Gegenteil von Leben ist Angst !!

Je mehr Angst und Zwänge wir in uns tragen, desto weniger ist „sinnhaftes Leben“ möglich. Der Platz dafür fehlt. Und hier genau liegt der Hebel um die Welt zu verändern, also doch in uns selbst.

Habt keine Angst, überlegt ersteinmal zuende, vielleicht ist die Angst garnicht nötig, was passiert wenn die vermeindliche Katastrophe eintritt ?! Meistens machen wir uns davor zu schlimme Vorstellungen und tun daher Dinge nur, um weiter im Hamsterrad der Angst zu funktionieren ohne zusammenzuklappen. Aber das Leben ist nicht dazu da, um NUR klarkommen zu müssen und zu funktionieren wie uns andere haben wollen. Im kleinen fängt es in unseren Beziehungen an, wenn Beziehungen heute hauptsächlich auf Oberflächlichkeiten, Besitzdenken oder auf aufprojeziertes Wunschdenken beruhen und beide ausschliesslich daran interessiert sind, Ihren persönlichen Vorteil zu bekommen,(hauptsache nicht alleine, Geld, Status) ist eine tiefere Bindung überhaupt garnicht möglich. Trotz Beziehung steht man immernoch im selben Konkurrenzkampf, das ist völlig absurd und es hält ab, vom finden der wahren „Liebe“ oder der wahrer Freundschaft.

Denn im Konkurrenzmodus können wir uns nur wohl fühlen, wenn wir uns für besser halten, als den Partner.. Extrembeispiel zum Erklären, aber im Grunde geht das Stufenlos durch.. „Ich verdiene mehr“ „Ich bin hübscher“ „Ich bin klüger“ „sozialer Status der Familie etc.. Aber was passiert wenn man nicht nur die Körper, sondern auch den Geist, die Seelen der beiden Partner vereinigt, wenn beide nicht fixiert das eigene Wohl sind, sondern um das Wohl des jeweiligen Partners ?

Keine Konkurrenz, kein Neid, keine Angst mehr.

Wenn beide zusammenhalten und sich aufeinander einstellen, statt den Partner anpassen zu wollen, entsteht wesentlich mehr, als nur das was viele heute Beziehung nennen. Selbst das wird heute propagiert… Ja den Mann muß sich Frau dann anpassen/erziehen.. Nun das ist offengesagt ziemlich dumm, denn wenn ich jemanden Liebe, dann so wie er ist, mit allen Facetten, Fehlern und Unzulänglichkeiten, denn gerade das macht einen Menschen besonders. So sollte man also nicht ändern wollen,wenn man nichtmal weiß ob die neue Version einem dann gefällt, sondern besser Wege finden die Unterschiede zu nutzen und gegenseitig auszugleichen.

Falsche Blickrichtung und daraus resultierender Ärger/Stress.

Dauerstress, Zeitnot, immer nur Ärger.. Kommts jemandem bekannt vor ? Warum machen wir das mit ?! Nun, unser Focus ist ausgerichtet und trainiert darauf negatives zu sehen und in den Vordergrund zu rücken. Das bestimmt unseren gesamten Alltag maßgeblich. Wenn wir über vergangenes resümieren sehen wir meist diese negativen Eindrücke des Tages, darauf sind wir geprägt. Passiert eine dumme Sache am Tag, so ist das ein scheiss Tag. Den ganzen restlichen Tag können wir uns versauen, wenn nur eine dumme Sache geschieht.. Warum tun wir das ? Wir könnten ebenso sagen, war ein guter Tag ansich, bis auf eine dumme Sache, aber egal.. Oder nach einem blöden Ereigniss, das ganze einfach gut sein lassen..

Früher konnte ich mich den halben Tag aufregen, wenn ich morgens auf der Autobahn überholt habe und ein anderer Autofahrer hinter mir mit Lichthupe und 180k/h in 30cm Abstand zum am Heck hing.. Aber warum soll ich mir den Tag vermiesen nur weil andere doof sind..

Heute fahr ich rüber und denk mir:“ Du arme gehetzte Sau, wer morgens schon so gehetzt und gestresst rumheizen muß. Der kann einem Leid tun.. Da wünsch ich Ihm doch lieber einen schönen Tag und fahr fröhlich weiter..Das war nun nur ein Beispiel, aber wir machen sowas täglich mehrfach.

Der Focus ist also definitiv falsch gesetzt, wir sollten wieder lernen gutes auch wahrzunehmen !

Das benötigt allerdings freie Zeit, womit wir beim nächsten Problem wären.. Zeit.. es ist immer zu wenig da oder nutzen wir sie nur völlig falsch.

Heutige Zeitfresser ohne Nutzen sind hauptsächlich der TV, das Internet und vor allem das Smartphone.. Alleine mit letzerem können wir eine Kommunikation auf 5h ausdehnen, die mit einem Anruf in 10 Minuten besprochen wäre und dann auch klar und unmißverständlich rüber kommt, als alles in kurzen Textpassagen zu verpacken.

Der Tv kostet ebenfalls viel wertvolle Zeit, denn was im TV behandelt wird, ist lange nicht alles aus dem breiten Themenspektrum das uns umgibt und in Büchern steckt und ausserdem ist so eine TV Sendung ja einem Zweck unterworfen, leider nicht der, uns zu bilden.

Wir sehen uns an, wie Menschen in Horrorfilmen auf möglichst bestialische Weise abgeschlachtet werden, ergötzen uns am Leid/Dummheit/Not anderer (fremdschämen ala Nanny, Dschungelcamp, Talkshows etc.) Etwas unterschwelliger läuft das ganze dann in den Nachrichten, Filmen und Serien, hier wird direkt Meinung gemacht, hier wird uns vorgesetzt was „normal“ zu sein hat. Leider ist auch das ausschliesslich darauf ausgelegt, Euch vom Selbstdenken abzuhalten, das gefährliche daran ist, das viele Menschen denken Sie wüssten viel, dabei haben sie noch niemals zu einem Thema mehrere Bücher gelesen. Die einzige Möglichkeit uns aus all diesem herauszuziehen ist, selbst auf die Suche nach Wahrheit zu gehen, denn wenn wir merken, das wir vieles getrost über Bord werfen können, weil es bereits Alternativen gibt, verlieren wir die Angst die nötigen Veränderungen anzugehen und einzufordnern. Und das ist meiner Meinung nach, heute wichtiger als jemals zuvor..

Sei Du selbst die Veränderung die Du Dir wünscht… Denn sonst wärst Du jetzt nicht auf meinem Blog und würdest diesen Text lesen.

-sapere aude-

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